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Jun
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Roboter mit Gefühl – Realität oder futuristische Spekulation?

Die Herstellung empfindungsfähiger Maschinen rückt in nahe Zukunft

Roboter mit Gefühl - Realität oder futuristische Spekulation?

Abb.: Coverabbildung des Buchs „Bewusstsein. Bekenntnisse eines Hirnforschers“

Berlin | Heidelberg | Wiesbaden, 25. Juni 2013. Der renommierte Bewusstseinsforscher Christof Koch stellt die baldige Konstruktion empfindungsfähiger Maschinen in Aussicht und liefert hierfür in seinem autobiographisch geprägten Buch „Bewusstsein“ eine erste Vorlage. Der promovierte Biophysiker widmet sich darin den vielfältigsten Fragestellungen rund um das Bewusstsein. Ihm erscheint es nicht als Widerspruch, mit naturwissenschaftlichen empirischen Methoden und logischen Schlussfolgerungen zu erklären, wie so etwas Subjektives wie ein Gefühl entsteht. Das gerade bei Springer Spektrum erschienene Sachbuch fasst den aktuellen Stand der Forschung zusammen, erläutert Kochs inneren Konflikt zwischen Vernunft und Religion und beleuchtet verschiedene Aspekte von freiem Willen, Selbstbewusstsein und Aufmerksamkeit.

„Das Bewusstsein an sich ist eine grundlegende Eigenschaft von vernetzten Entitäten, wobei unser Wille den Entscheidungen unseres Gehirns stets hinterherhinkt“ erläutert der Autor. „Hinzu kommt, dass wir uns der meisten Dinge, die in unserem Kopf vorgehen, ohnehin nicht bewusst sind und wir sehr viel weniger selbstbestimmt handeln, als wir das glauben mögen“. Koch ist davon überzeugt, dass das menschliche Leben in weiten Teilen nicht bewusst gesteuert ist. Um zu verstehen, was im Gehirn des Menschen vorgeht und welche Faktoren bewirken, dass Gefühle und Wahrnehmungen wie Schmerz, Freude, Vergangenheit und Gegenwart empfunden werden können, untersuchte Koch zunächst, wie Menschen überhaupt Gefühle erleben. Für die Entwicklung einer Maschine, die fähig sein könnte, Gefühle zu empfinden, und die darüber hinaus ein Bewusstsein besitzt, beschreibt Koch mit Hilfe der Theorie der integrierten Information einen ersten Ansatz. Diese Theorie spezifiziert, in welcher Weise sich beispielsweise das Bewusstsein einer Biene von dem des Menschen unterscheidet, und wie es gemessen werden kann.

Über Jahrzehnte arbeitete Koch, der schon immer Wissenschaftler werden wollte, zusammen mit Dr. Francis Crick, dem berühmten Entdecker der DNA-Doppelhelix. Gemeinsam entwickelten sie eine Theorie der neuronalen Korrelate des Bewusstseins, also den Gehirnaktivitäten, die mit Bewusstseinsprozessen einhergehen. Sie erforschten, welche Bereiche im Gehirn auf verschiedene Stadien und Prozesse des Bewusstseins reagieren. Bis heute sind Forschungen auf diesem Gebiet teilweise noch sehr mühsam – vor allem durch technische Beschränkungen.

Nach seiner Postdoktorandenzeit in Tübingen nahm Christof Koch 1986 einen Ruf an das California Institute of Technology in Pasadena in den USA an. Heute ist er Wissenschaftlicher Leiter am Allen Institute for Brain Research in Seattle.

Weitere Informationen: www.springer-spektrum.de/978-3-642-34770-2

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